veröffentlicht: Februar 16th, 2013

Induktion, Gas oder Elektroherd ?

Die Qual der Küchenwahl

Seit Anfang der ’00er Jahre die Induktionskochfelder auf den Markt kamen und sich parallel ein wahrer Retroboom abzeichnete, gewinnt die Frage nach dem passenden Kochfeld für den potenziellen Käufer einer neuen Küche immer mehr an Bedeutung.

Ist man nun der Typ für die topmoderne, leistungsfähige aber auch in der Anschaffung teurere Variante eines Induktionsfelds, oder vertraut man lieber auf die zuverlässigen, Abstrahlhitze nutzenden Platten eines Elektroherds?
Oder wie wäre mit einem stilvollen, Nostalgie versprühenden Gaskochfeld?

Induktion – Tee kochen in dreißig Sekunden

Induktionskochfelder arbeiten mit elektromagnetischen Wellen und leiten die Wärme direkt und ohne Verlust in das Gargefäß.
Sollten Sie Induktion nur vom Hören kennen, so werden Sie erstaunt sein wie schnell ein Topf mit Wasser auf dem Induktionsfeld zum Siedepunkt gebracht werden kann.
Allerdings werden Sie beim eventuellen Wechsel zum Induktionsherd bald bemerken, dass nicht jedes vormals verwendete Kochgeschirr vom Kochfeld angenommen wird.
Ihre Gusseisenpfannen können Sie behalten, jedoch ist jedes elektrisch nicht leitende Material zum Kochen auf Induktion ungeeignet.

Die Reinigung ist schnell und unkompliziert und sollten sie gar keine Lust auf Fettspritzer haben dann legen Sie ein altes Tischtuch zwischen Kochfeld und Pfanne und braten Sie sich ihre Spiegeleier auf diese Weise. Da die Felder selbst nicht heiß werden, muss das Textil nur die Abstrahlwärme des Kochgeschirrs aushalten.

Kochen mit Gas

Seit dem Aufkommen des Induktionsherdes vollzog sich zwar auch in der Top-Gastronomie ein Wandel, dennoch schwören viele Köche nach wie vor auf Gas.
Die Handhabung ist einfach, die Regler meist stufenlos verstellbar und nicht zuletzt haftet Kochen auf Gas einfach ein gewisser Flair an.
Außerdem ist der Gasherd im Gegensatz zum klassischen Ceranfeld sofort auf voller Leistung.
Kochen auf Gas gilt immer noch als äußerst sparsame und umweltfreundliche Variante.
Lediglich die etwas aufwendigere Reinigung des oftmals verwinkelten Gasherds sorgt (nicht nur) bei Kochlehrlingen häufig für Stöhnen.

Der Elektroherd – solide und beliebt

Neue Elektroherde sind wesentlich günstiger zu erwerben als die hoch angesagten Induktionsfelder,
allerdings muss auch die Relation zum Stromverbrauch betrachtet werden.
Beim Elektroherd geht zwar etwas mehr Energie verloren als beim Induktionskochfeld, doch andererseits kann nur bei dieser Variante die Nachhitze der Platte optimal genutzt werden.
Die Reinigung stellt auf den ebenen, spiegelglatten Ceranflächen meist kein Problem dar, dennoch besteht ein leichter Nachteil zum Induktionsfeld, wo sich Überschäumendes durch die unerhitzten Felder nicht in die Oberfläche einbrennen kann.

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass es bei der Herdwahl hauptsächlich auf die persönliche Vorliebe ankommt, denn bei allen drei Varianten eines neuen Modells kann man davon ausgehen höchste Qualität zu erhalten. Somit kann selbst der Unsichere beim Herdkauf fast nichts falsch machen.